Das Natursportprogramm der NaturFreunde in Wiesbaden geht in die nächste Runde

Kanu-Streifen

Wir wollen schrittweise neue Angebote schaffen, um den Verein für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht attraktiv zu machen.
Nachdem im vergangenen Jahr das Natursportprogramm intensiviert wurde, können wir 2017 wieder tolle Angebote anbieten:

NEU: Schnupper- und After-Work-Klettern

Hier gehts zur Anmeldung

Saison-Anpaddeln gemeinsam mit den NaturFreunden Groß Gerau auf dem Altrhein in Stockstadt am Sa. 22.4.2017

Für alle fortgeschrittenen Paddler. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Bootshaus in Stockstadt.
Wir fahren in Fahrgemeinschaften.

After Work Paddeln im Schiersteiner Hafen und auf dem Rhein

In Kooperation mit dem Wassersportverein Schierstein werden wir immer dienstags ab 18.30 Uhr im Schiersteiner Hafen und je nach Können der Mitpaddler auch zu den Auen und Stränden im Rhein paddeln. Boote und weiteres Material ist vor Ort.
Anfänger sind herzlich willkommen.

Wir beginnen ab 2. Mai 2017, Kosten: 5 Euro je Termin für Nichtmitglieder.
Treffpunkt: Wassersportverein Schierstein (WVS), Christian-Bücherstr. 18 - Biergarten

Im Biergarten des WVS können wir dann auch nach dem Paddeln den Abend gemütlich ausklingen lassen. Wer Interesse und Lust auf ungezwungene Paddelabende vor der Haustür hat, melde sich bei uns.

Kanutour auf der Lahn am 1.-2.Juli 2017

Im Rahmen des Familienprogramms bieten die NaturFreunde wieder eine Kanutour auf der Lahn von Weilburg bis zum Lahntalhaus in Villmar an.
Wer möchte, kann dort auf der Zeltwiese übernachten (Kostenpflichtig ca. 10 Euro). Nach dem Paddeln lassen wir den Abend gemütlich ausklingen und Grillen gemeinsam.

Die Leihgebühr für die Kanus beträgt 10 Euro für Mitglieder und 15 Euro für Nichtmitglieder.

Tageswanderungen, einmal im Monat immer sonntags

Termine, Infos zu Strecke, Thema, Treffpunkt werden im Vereinsinfo quartalsweise bekannt gegeben.

Kletter-Einführungsworkshop in Kooperation mit der VHS-Wiesbaden am 12.-13. Mai 2017

Klettern ist Trendsport – hier könnt ihr mit viel Spaß und unter fachlicher Leitung den Einstieg finden.

Erster Tag in der Kletterhalle, zweiter Tag am Fels im Morgenbachtal / Mittelrheintal.

Das Angebot ist für Anfänger und Interessierte ohne Vorerfahrung geeignet.

Kurs-Nr. L86770, Kursleitung Klettertrainer Daniel Reichmann

Kursgebühr 76 Euro; Anmeldung über die VHS Wiesbaden

Mittelrhein-Klettersteig bei Boppard in Kooperation mit der LFG Bergsteigen, Hessen am Sa. 20.05.2017

Einfacher bis mäßig schwieriger Klettersteig mit 300 Höhenmetern fast vor unserer Haustür. Für Anfänger und Kinder geeignet.

Treffpunkt ist um 11.00 Uhr am St.-Remigius-Platz in Boppard. Wir fahren in Fahrgemeinschaften oder mit der Bahn. Anmeldung mit Zahlung bis 1.Mai 2017. Kosten: 10 Euro Mitglieder, 15 Euro Nichtmitglieder

In Planung (Sommer 17): After Work Klettern an unserem Kletterturm am Heidehäuschen 3.0.

Weitere Informationen zum Natursportprogramm bei Andreas Fröb Tel.: 0 175 - 560 53 82
eMail: ka7kn7kd7kr7ke7ka7ks7k.7kf7kr7ko7ke7kb7kØ7kn7ka7kt7ku7kr7kf7kr7ke7ku7kn7kd7ke7k-7ki7kn7k-7kw7ki7ke7ks7kb7ka7kd7ke7kn7k.7kd7ke7 und auf unsrer Web-Seite: naturfreunde-in-wiesbaden.de


Bürgerbeteiligung im Neoliberalismus -
das Ende der Politikverdrossenheit? (Arno Enzmann)

Wiesbaden 2030 - mit einem integrierten Stadtentwicklungskonzept will die Stadt ein informelles strategisches Steuerungskonzept für die künftige städtebauliche Entwicklung der Landeshauptstadt errichten. Das klingt alles unglaublich demokratisch und fortschrittlich, aber kann, blickt man auf die Rahmenbedingungen der Stadtgesellschaft, das ein echter mutiger Schritt nach vorne sein?

„Wie sieht dein Wiesbaden der Zukunft aus“ mit dieser Leitfrage kann sich der Bürger in einen moderierten Online-Dialog einbringen. Das Ziel: die Entstehung von Leitlinien der Stadtentwicklung der nächsten 15 – 20 Jahre. Stellt sich als erstes die Frage: Wer wird sich in diesen Dialog einbringen? Wer ist denn der Bürger, der hier gefragt ist? Werden die sich jetzt beteiligen, die sich bisher am Rande der Stadtgesellschaft angesiedelt fühlten? Was will der Taxifahrer mit Migrationshintergrund vom Schelmengraben? Was will die allein erziehende Mutter, die am Gräselberg wohnt? Deckt sich das mit den Wünschen des Villenbesitzers in Sonnenberg? Zunächst mal spricht überhaupt nichts gegen mehr Bürgerbeteiligung an der städtischen Zukunftsplanung. Im Gegenteil, hier müsste sehr viel mehr Beteiligung gewonnen werden. Aber schauen wir uns die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligungen an.

Welche „Bürger“ haben sich an der Diskussion Energiewende – Klimaschutzplan für Wiesbaden – beteiligt? Welche „Bürger“ werden sich an der Kulturentwicklung, Förderung von Kultureinrichtungen z.Bsp. Museumsneubau beteiligen? Wieviel Bürgerbeteiligung ist an der Erschließung von bezahlbarem Wohnraum möglich? Was entscheidet der „Bürger“ zur Verkehrsplanung, zur Stadtbahn und weiteren Zukunftsprojekten. Machen wir uns nichts vor, die Rahmenbedingungen zu mehr Bürgerbeteiligung setzen die harten Wirtschaftsdaten und die aktuelle Tagespolitik. Oder glauben wir ernsthaft, man könne durch mehr Bürgerbeteiligung zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums jenseits von Grundstückspreisen und Baukosten Verbesserungen erzielen? Was nützen die besten Ideen, was nützt das Engagement der Bürger, wenn die wahren Grenzen durch Haushaltspolitik und notwendiges Kapital bestimmt werden.

An dieser Stelle müssen wir Ehrlichkeit von der Stadtpolitik einfordern. Bei allen Wünschen, die wir haben, müssen auch gleichrangig die Grenzen der Verwirklichung dargestellt werden. Dass sich Politiker davor fürchten, liegt auf der Hand. Wer möchte schon gerne die Spaßbremse geben. Darin liegt allerdings auch die Gefahr, dass sich in Bürgerbeteiligung kleinere Facheliten oder Interessengruppen tummeln, die in der Lage sind, ihre meist spezifischen Bedürfnisse zu artikulieren und auch zu bewerben. Die Mehrheit der Wiesbadener Bürger werden wir sicher nicht in diesem Spektrum wiederfinden. Wenn uns das WIR IN WIESBADEN ernst ist, muss mehr geleistet werden als bisher. Dann muss, auch wenn es schwierig ist, die Bürgerbeteiligung auf breitere Füße gestellt werden. Dazu ist die Verständigung auf gemeinsame Wertevorstellungen unentbehrlich. Wir müssen nach Wegen suchen, die die bisher abseits stehen, mit einzubeziehen. Wir sogenannten Bürger müssen aufhören bei jeder Gelegenheit Politikerschelte zu betreiben, wenn die eigene Vorstellung nicht erfüllt wird. Und wir müssen von unseren Politikern mehr Ehrlichkeit einfordern um objektiv zu erfahren, wie groß der Spielraum in den Einzelfragen bei realer Betrachtung ist.

Die Beteiligung an Wahlen ist die eine Form von Bürgerbeteiligung. Beteiligung an der Stadtentwicklung kann eine Chance für mehr Demokratie sein. Wir haben viel zu verlieren, nicht mehr und nicht weniger als die repräsentative Demokratie. Wir sollten sie neu denken.