Das Natursportprogramm der NaturFreunde in Wiesbaden geht in die nächste Runde

Wir wollen schrittweise neue Angebote schaffen, um den Verein für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht attraktiv zu machen.
Nachdem im vergangenen Jahr das Natursportprogramm intensiviert wurde, können wir 2018 wieder tolle Angebote anbieten:

Schnupper- und After-Work-Klettern
Klettern3 Klettern1

Termine: jeden 2. und 4. Montag ab 19:00 Uhr
Weitere Infos findet ihr im Programm.

Weitere Informationen zum Natursportprogramm bei Andreas Fröb Tel.: 0 175 - 560 53 82
eMail: sansnnsdnsrnsensanssns.nsfnsrnsonsensbnsØnsnnsanstnsunsrnsfnsrnsensunsnnsdnsens-nsinsnns-nswnsinsenssnsbnsansdnsensnns.nsdnsen und auf unsrer Web-Seite: naturfreunde-in-wiesbaden.de


Programm 1. Halbjahr 2018 (PDF)
Programm 2. Halbjahr 2018 (PDF)
 


Kultur und Wandern auf Jersey

Klippenpfade, englische Gärten und Traumstrände

Eine Kultur- und Wanderreise der NaturFreunde in Wiesbaden e.V. vom 11. bis 18. Mai 2019

Jersey bietet eine große Vielfalt. Der Norden: hohe, raue, zum Teil bewaldete Steilküsten, der mildere Süden: Felsklippen, dazwischen kleine und große Buchten mit goldenen Sandstränden und herrschaftlichen Anwesen. Entlang der Küsten wandern wir auf gut begehbaren, oft einsamen Pfaden. Die Hauptstadt St Helier mit ihren 35.000 Einwohnern hat mondäne Pracht, während viele kleinere Orte still und malerisch sind. Zahlreiche imposante Zeugnisse der Geschichte, wie das riesige Hügelgrab La Hogue Bie und die mächtige Burg Mt Orgueil, sehen wir im Lauf der Wanderungen. Auch ein Cream Tea in einem Herrenhaus ist mit dabei und eine Führung durch einen Privatgarten. Das Golfstromklima beschert Jersey dazu die meisten Sonnenstunden im Vereinigten Königreich, so dass wir eine üppige, blühende Natur vorfinden.

Kultur und Wandern auf Jersey


Bürgerbeteiligung im Neoliberalismus -
das Ende der Politikverdrossenheit? (Arno Enzmann)

Wiesbaden 2030 - mit einem integrierten Stadtentwicklungskonzept will die Stadt ein informelles strategisches Steuerungskonzept für die künftige städtebauliche Entwicklung der Landeshauptstadt errichten. Das klingt alles unglaublich demokratisch und fortschrittlich, aber kann, blickt man auf die Rahmenbedingungen der Stadtgesellschaft, das ein echter mutiger Schritt nach vorne sein?

„Wie sieht dein Wiesbaden der Zukunft aus“ mit dieser Leitfrage kann sich der Bürger in einen moderierten Online-Dialog einbringen. Das Ziel: die Entstehung von Leitlinien der Stadtentwicklung der nächsten 15 – 20 Jahre. Stellt sich als erstes die Frage: Wer wird sich in diesen Dialog einbringen? Wer ist denn der Bürger, der hier gefragt ist? Werden die sich jetzt beteiligen, die sich bisher am Rande der Stadtgesellschaft angesiedelt fühlten? Was will der Taxifahrer mit Migrationshintergrund vom Schelmengraben? Was will die allein erziehende Mutter, die am Gräselberg wohnt? Deckt sich das mit den Wünschen des Villenbesitzers in Sonnenberg? Zunächst mal spricht überhaupt nichts gegen mehr Bürgerbeteiligung an der städtischen Zukunftsplanung. Im Gegenteil, hier müsste sehr viel mehr Beteiligung gewonnen werden. Aber schauen wir uns die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligungen an.

Welche „Bürger“ haben sich an der Diskussion Energiewende – Klimaschutzplan für Wiesbaden – beteiligt? Welche „Bürger“ werden sich an der Kulturentwicklung, Förderung von Kultureinrichtungen z.Bsp. Museumsneubau beteiligen? Wieviel Bürgerbeteiligung ist an der Erschließung von bezahlbarem Wohnraum möglich? Was entscheidet der „Bürger“ zur Verkehrsplanung, zur Stadtbahn und weiteren Zukunftsprojekten. Machen wir uns nichts vor, die Rahmenbedingungen zu mehr Bürgerbeteiligung setzen die harten Wirtschaftsdaten und die aktuelle Tagespolitik. Oder glauben wir ernsthaft, man könne durch mehr Bürgerbeteiligung zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums jenseits von Grundstückspreisen und Baukosten Verbesserungen erzielen? Was nützen die besten Ideen, was nützt das Engagement der Bürger, wenn die wahren Grenzen durch Haushaltspolitik und notwendiges Kapital bestimmt werden.

An dieser Stelle müssen wir Ehrlichkeit von der Stadtpolitik einfordern. Bei allen Wünschen, die wir haben, müssen auch gleichrangig die Grenzen der Verwirklichung dargestellt werden. Dass sich Politiker davor fürchten, liegt auf der Hand. Wer möchte schon gerne die Spaßbremse geben. Darin liegt allerdings auch die Gefahr, dass sich in Bürgerbeteiligung kleinere Facheliten oder Interessengruppen tummeln, die in der Lage sind, ihre meist spezifischen Bedürfnisse zu artikulieren und auch zu bewerben. Die Mehrheit der Wiesbadener Bürger werden wir sicher nicht in diesem Spektrum wiederfinden. Wenn uns das WIR IN WIESBADEN ernst ist, muss mehr geleistet werden als bisher. Dann muss, auch wenn es schwierig ist, die Bürgerbeteiligung auf breitere Füße gestellt werden. Dazu ist die Verständigung auf gemeinsame Wertevorstellungen unentbehrlich. Wir müssen nach Wegen suchen, die die bisher abseits stehen, mit einzubeziehen. Wir sogenannten Bürger müssen aufhören bei jeder Gelegenheit Politikerschelte zu betreiben, wenn die eigene Vorstellung nicht erfüllt wird. Und wir müssen von unseren Politikern mehr Ehrlichkeit einfordern um objektiv zu erfahren, wie groß der Spielraum in den Einzelfragen bei realer Betrachtung ist.

Die Beteiligung an Wahlen ist die eine Form von Bürgerbeteiligung. Beteiligung an der Stadtentwicklung kann eine Chance für mehr Demokratie sein. Wir haben viel zu verlieren, nicht mehr und nicht weniger als die repräsentative Demokratie. Wir sollten sie neu denken.